Die neue Geschäftswelt - Teil 3

…hier geht es zum ersten Teil und hier zum zweiten Teil

Agile Praktiken haben sich bei uns und auch mit den Kunden bewährt. Tägliche Stand-Ups, die eine kontinuierliche Koordination und Bewertung neuer Variablen ermöglichen, sobald diese auftauchen erachten wir und Kunden als besonders wertvoll. Mit schnellen und informellen Kommunikationskanälen informieren wir uns über die Strategie und Anforderungen an uns.

Sprints – also Zeiträume zur Umsetzung von Produktversionen zeigen sich auch als wirksam, um tatsächliche Versionen zu testen, anzupassen oder weiterzuentwickeln. Eine solche Art der Arbeit ermöglicht auch kontinuierliches Lernen für alle Beteiligten. Wir kreieren so einen Übergang von langfristiger zu kurzfristiger Rechenschaftspflicht.

Die Vorteile der Verlagerung von jährlichen Leistungsüberprüfungen zu häufigen Check-ins sollten offensichtlich sein. Häufigeres Feedback ermöglicht Echtzeit-Unterstützung und fördert die Konzentration auf das Wesentliche. So entstehen auch Freiräume für Kreativität.

Firmen müssen sich nun auf Verhaltensweisen konzentrieren, die für die Zukunft der Arbeit von entscheidender Bedeutung sind. Daraus resultiert unter anderem, die erfolgreiche Arbeit in einem breit aufgestellten Team, die Unterstützung der Mitarbeiterintegration, das Üben von Mitgefühl und Empathie und, ja, die Agilität. 

Belohnungsprogramme können auch dazu beitragen, schnelle Verhaltensänderungen voranzutreiben. Doch allein die wertschöpfende Arbeit und die Wahrnehmung dieser hat einen positiven Effekt. Sinnvolle und sinnstiftende Arbeit, Karriereentwicklung, Ausbildung und Anerkennung für das Engagement und die Bindung von Talenten sind wichtiger als die Grundvergütung oder variable Vergütungssysteme. 

Es werden keine umfassenden Veränderungen über Nacht geschehen, aber man ist besser gewappnet dem Wandel in einer zunehmend schnelllebigen und unsicheren Welt zu begegnen. 

Die Einführung agiler Methoden in Unternehmen mag richtig sein oder auch nicht, aber jetzt ist es an der Zeit zu überlegen, wie Veränderungen schneller und konsequenter umgesetzt werden können.

Nichts ist so beständig, wie die Veränderung.

Heraklit von Ephesus, 535-475 v. Chr.