Digitalisierung in der Verwaltung

Die Digitalisierung in der Verwaltung

Leipzig, 17.01.2019 – Die Digitalisierung ist in vollem Gange und wird im Jahr 2019 weiter voranschreiten. Wie ist der aktuelle Stand in der öffentlichen Verwaltung?

Onlinezugangsgesetz

Das Ziel ist klar: Dorothee Bär, die Staatsministerin für Digitalisierung, hat für das Jahr 2022 erklärt, dass ein Großteil der Verwaltungsdienstleistungen online zugänglich gemacht werden soll. Dies soll im Rahmen des sogenannten Onlinezugangsgesetzes passieren.


Dabei hält sich der Fortschritt dahingehend aber noch in Grenzen. Das liegt teilweise an einer zu wenig auf Digitalisierung ausgerichteten Personalstrategie in den Verwaltungen, laut einer Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY). Deutschland schneidet dabei im europäischen Vergleich eher schlecht ab, Länder wie Frankreich und Dänemark bieten schon deutlich mehr digitale Verwaltungsleistungen an.

E-Government

Dabei klingen viele der angepeilten Möglichkeiten verlockend: Eine Terminvergabe könnte man ganz leicht online erledigen. Jeder Bürger könnte sich ein digitales Nutzerkonto bei der Verwaltung anlegen (Once-Only-Prinzip) oder eine Überweisung der anfallenden Gebühren ganz unkompliziert von zu Hause erledigen. Grundsätzlich ist vorgesehen, dass bis 2022 alle Dienstleistungen einer Verwaltungsbehörde online angeboten werden. Viele Deutsche wünschen sich zudem die Digitalisierung in der Verwaltung und würden Vorgänge wie das An- und Ummelden des Wohnsitzes, ein Führungszeugnis oder eine KFZ-Zulassung gerne problemlos online erledigen.

Datenschutz hemmt den Fortschritt

Doch noch sind diese Funktionen nicht online verfügbar und müssen auf herkömmlichem Wege durchgeführt werden. Fast zwei Drittel aller in der Studie Befragten sahen den Datenschutz als Hauptgrund dafür an, dass die Transformation zur digitalen Verwaltung so langsam vorangehe. Außerdem wird der Datenschutz als übertrieben eingeschätzt.


Auch die Meinung der befragten leitenden Mitarbeiter zum Einfluss von künstlicher Intelligenz fiel überraschend aus, da die Mehrheit durch die KI und zunehmende Digitalisierung keine Arbeitsplätze in ihrer jeweiligen Behörde in Gefahr sehen.


Insgesamt wurden für diese Studie circa 200 Mitarbeiter und Führungspersonen aus öffentlichen und städtischen Verwaltungen sowie Bundesverwaltungen und Unternehmen befragt.

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