HTWK Leipzig plant Fakultät „Digitale Transformation“

HTWK Leipzig plant Fakultät „Digitale Transformation“

Leipzig, 11.12.2018 – Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) schafft zwei zusätzliche Professuren im Querschnittsprofil „Angewandte Digitalisierung“. Auf lange Sicht ist die Einrichtung der Fakultät „Digitale Transformation“ mit mehreren Studiengängen, die den Umfang von 500 Studierenden bieten soll, geplant.

HTWK Leipzig: Forschungsstärkste Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Der Beschluss fand im Haushalts- und Finanzausschuss des Sächsischen Landtages statt: Zwei neue, zusätzliche Professuren sollen für das geplante Querschnittsprofil „Angewandte Digitalisierung“ an der HTWK Leipzig eingerichtet werden. Prof. Gesine Grande, Rektorin der HTWK Leipzig, äußerte sich folgendermaßen:

Die HTWK Leipzig ist bereits jetzt eine der forschungsstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Deutschland und die am stärksten von Studierenden nachgefragte HAW in Sachsen. Unsere Hochschule ist das ingenieurwissenschaftliche Zentrum der Region; unsere Professoren, Mitarbeiter und unsere Studierenden ein wichtiger Standortvorteil für Leipzig.

Geplant ist überdies die Gründung einer Fakultät „Digitale Transformation“. Die Deutsche Telekom AG wird hierbei 17 Professuren stiften – die Kapazität soll von den jetzigen 126 Studierenden in den Fächern Informations- und Kommunikationstechnik sowie Telekommunikationsinformatik auf 500 erweitert werden.

Standort Leipzig: Investition in Wissenschaft

Die Landesforschungsförderung stärkt Sachsen und Leipzig als Standort mit dem regional breitesten ingenieurwissenschaftlich-technisches Profil. Die beiden neuen Professuren werden aus Haushaltsmitteln finanziert und sollen Themen an den Schnittstellen zwischen Digitalisierung und den bestehenden anwendungsbezogenen Fachgebieten der HTWK Leipzig entwickeln. Das Anliegen der SPD-Fraktion im sächsischen Landtag ist hierbei die Zukunftsfähigkeit der sächsischen Hochschulen. Die Stärkung für interdisziplinäre und angewandte Forschung im Bereich der Digitalisierung soll aus Mitteln der Landesforschungsförderung in Höhe von drei Millionen Euro erfolgen.

Nicht nur in Leipzig: Neue Studiengänge für die Digitalisierung

Auch an anderen Hochschulen, wird der Fokus auf die Erweiterung von Studiengängen gelegt, die auf die digitalisierte Arbeitswelt vorbereiten:

  • Berlin: Betriebswirtschaftslehre – Digitale Wirtschaft (B.Sc.)

An der Beute Hochschule für Technik in Berlin ist seit dem Wintersemester 2015/16 ein BWL-Studiengang mit digitalem Schwerpunkt möglich, denn wer muss heutzutage im Betrieb nicht über eine Digitalstrategie nachdenken? Innerhalb von sieben Semestern stehen neben BWL-Modulen etwa „Grundlagen der digitalen Medien“, „E-Commerce“ oder „Innovationsmanagement und Entrepreneurship“ auf dem Lehrplan.

  • Mittweida: Automation und Industrie 4.0 (B.Eng.)

Im sächsischen Mittweida werden an der Fachhochschule Mittweida gleich zwei Studiengänge angeboten, die die Digitalisierung thematisieren. Im Sinne der vierten industriellen Revolution erwerben Studierende im Studiengang Automation und Industrie 4.0 in sechs Semestern Kenntnisse über Fertigungsabläufe, Robotik und digitale Vernetzung.

  • Mittweida: E-Commerce und Digital Retail Management (B.A.)

Zu Zeiten von Onlinehandel, bei dem Einkäufe zunehmend über das Netz stattfinden, können Studierende in sechs Semestern Einblicke in Mobile-Commerce und Logistik erhalten. Das Planen und Konzipieren von Internetauftritten, das Durchschauen von stationärem Handel im Zusammenhang mit E-Commerce und die Auswirkungen von Design und Funktionalität eines Shops auf Käufer kann wissenschaftlich erlernt werden.

  • Bremerhaven: Gründung, Innovation, Führung (B.A.)

Das laufende Wintersemester 2018/19 ist der Startschuss für den deutschlandweit ersten Startup-Studiengang, der Studierende in sechs Semestern zu einem Vollzeit-Unternehmer ausbilden soll. Direkt zu Beginn des Studiums soll eine selbstfinanzierte Firma gegründet werden – das Wissen soll zur jeweiligen Weiterentwicklung der Geschäftsidee in Modulen von Produktentwicklung, Marketing, Teamleitung bis Finanzplanung erlernt werden. Anstatt von Klausuren sollen ausschließlich Reflexionspapiere als Prüfungsleistung vorlegt werden.

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