Neuigkeiten zum Übernahmevorhaben von HP durch Xerox

 

Was tut sich beim Übernahmeversuch?

Leipzig, 26.02.2020
Es bewegt sich etwas im Übernahmekampf der beiden Drucker-Giganten. Xerox stellte HP ein besseres Kaufangebot vor. Hewlett-Packard kämpft derzeit mit den jüngsten Rückgängen bei Umsatz und Gewinn. Ist das der finale Anstoß zur Fusion der beiden Big Player?

Ein besseres Angebot von Xerox

Wie in unserem Blog bereits am 15.01.2020 berichtet, will der Premiumhersteller für Drucker und Multifunktionsgeräte Xerox den Hardware-Giganten Hewlett-Packard übernehmen. Offizielle Bekundungen dessen gab es erstmals im November 2019. Das damalige Angebot von Xerox pro Aktie von HP einen Preis von 22 US Dollar zu zahlen, wurde vehement abgelehnt. Hewlett-Packard war seinerzeit überhaupt nicht zu Gesprächen bereit. Der Hauptgrund war der als zu gering gesehene Übernahmepreis von Xerox, der HPs Aktionären nicht gerecht werde.

Beim Thema Preis kam es nun zu Zugeständnissen durch Xerox. Wie das Manager Magazin berichtet, verbesserte Xerox sein Übernahmeangebot Anfang Februar 2020 auf nun 24 US Dollar pro HP-Aktie. Es ergibt sich daraus ein Gesamtkaufpreis für HP in Höhe von 35 Milliarden US Dollar. 

 

 

Logos von HP und Xerox: Die beiden IT-Konzerne prüfen eine Fusion

 

HP will auf Xerox erstmals zugehen

Die Lage des weltbekannten HP-Konzerns ist aus Kennzahlensicht derzeit als eher schwierig zu bewerten. Jüngst wurde bekannt, dass Umsatz und Gewinn Hewlett-Packards einbrachen. Ganz konkret verzeichnete das Unternehmen, wie am Montag mitgeteilt, einen Gewinneinbruch von 16 Prozent innerhalb des letzten Quartals im Vergleich zum Gesamtjahr. Auch bei den Umsatzerlösen gab es einen Niedergang zu verzeichnen. Diese sanken um etwa einen Prozent und hatten zum Börsenschluss einen Wert in Höhe von 14,6 Milliarden US Dollar.

Wahrscheinlich nicht zuletzt wegen dieser unbefriedigenden Entwicklung wurde nun bekannt, dass sich HP erstmals auf Gespräche mit Xerox einlassen möchte. Hewlett-Packard empfindet die Offerte seines Wettbewerbes zwar immer noch als zu gering. Jedoch wolle der Vorstand kon­s­ta­tie­ren ob und in welcher Form ein Zusammenschluss der beiden Drucker-Konzerne in Zukunft möglich ist. Steve Fieler, Finanzvorstand von HP äußerte: „Wir glauben an die Konsolidierung der Branche“.

Profiteure dieses Machtkampfs sind momentan offenbar HPs Aktionäre. Denn das Unternehmen versucht die Gunst seiner Anteilseigner zu gewinnen, indem es ankündigte sein Aktienrückkaufprogramm auf 15 Milliarden US Dollar zu verdreifachen. Diese Dezimierung erhöht letztlich den Preis pro Aktie und das erfreut wiederum die Aktionäre. Die Aktie kann somit einen Wertanstieg von ca. 5 Prozent verzeichnen.

Der erste Schritt ist also getan, HP zeigt sich gesprächsbereit über eine mögliche Fusion mit Xerox. Ein entscheidender Einflussfaktor könnte bei diesem Coup der umstrittene US-Investor Carl Icahn spielen, der an beiden Konzernen große Anteile hält.

Der Spannungsbogen bei diesem IT-Krimi wird also weiterhin aufrecht gehalten.  Es bleibt abzuwarten, welche Ergebnisse aus den Gesprächen zwischen Xerox und Hewlett-Packard zu Tage kommen. Wir werden in unserem Blog wieder berichten, falls es Neuigkeiten hierzu gibt.

 

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