Wie hoch ist der Digitalisierungsgrad der deutschen Wirtschaft?

Wie hoch ist der Digitalisierungsgrad der deutschen Wirtschaft?

Wie weit ist die Digitalisierung der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland fortgeschritten?

Im „Monitoring Report Wirtschaft DIGITAL 2015“, welcher durch den Wirtschaftsindex DIGITAL, den TNS Infratest und das ZEW im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie veranlasst wurde und am 06.11.2015 veröffentlicht, erzielte der Digitalisierungsgrad der deutschen Wirtschaft gerade einmal 49 von 100 möglichen Punkten. Die Prognose der befragten Unternehmen besagt, dass dieser auf 56 Punkte bis 2020 langsam ansteigen wird.

Dimensionen der Digitalisierung

Im „Monitoring Report Wirtschaft DIGITAL 2015“ wurden elf Kernbranchen auf ihren Digitalisierungsgrad geprüft (s.u.). Diese Branchen wurden in fünf Dimensionen von stark überdurchschnittlich bis stark unterdurchschnittlich digitalisiert anhand ihrer erreichten Punkte aufgeteilt:

Stark überdurchschnittlich:

  • IKT-Wirtschaft mit 66 Punkten (Prognose 2020: 71 Punkte)

Überdurchschnittliche:

  • wissensintensive Dienstleister mit 59 Punkten (62 Punkte)
  • Finanz- und Versicherungsdienstleister mit 55 Punkten (62 Punkte)

Durchschnittlich:

  • Handel mit 50 Punkten (Prognose 2020: 56 Punkte)
  • Energie- und Wasserversorgung mit 47 Punkten (59 Punkte)

Unterdurchschnittlich:

  • Verkehr und Logistik mit 40 Punkten (Prognose 2020: 49 Punkte)
  • Maschinenbau mit 39 Punkten (51 Punkte)
  • Chemie und Pharma mit 40 Punkten

Stark unterdurchschnittlich:

  • Gesundheitswesen mit 36 Punkten (Prognose 2020: 44 Punkte)
  • Fahrzeugbau mit 37 Punkten (48 Punkte)
  • Verarbeitendes Gewerbe mit 36 Punkten (50 Punkte)

Wie wird die Digitalisierung gesteigert?

Die kritischen Erfolgsfaktoren, um die Steigerung des Digitalisierungsgrades voran zu treiben, konzentrieren sich zunächst auf Effizienzsteigerung interner Prozesse, Arbeitsabläufe und Ressourcen. Die Steigerung der Innovationsfähigkeit ist der zweitwichtigste Faktor für die Digitalisierung.
Weitere Verbesserungspotentiale stellen das digitale Know-How der Beschäftigten und die Wertschöpfungskette, sofern diese digitalisiert ist, dar. Jedoch ist das in nur 33% der Unternehmen der Fall, da digitale Informations- und Vertriebskanäle bisher noch mangelhaft genutzt werden.
Der letzte wichtige Aspekt der Digitalisierung stellt das Angebot digitaler Kanäle zur Individualisierung von Produkten oder Services durch die Kunden dar. Dieser sollte vollumfänglich vorhanden sein, um v.a. die digitale Kundenkommunikation zu realisieren.

Förderung der IT-Sicherheit, Breitbandausbau und bessere Datenschutzvorschriften

Dem Bericht nach, zählt ein Großteil der befragten Unternehmen (92%) es zur Aufgabe der Politik, die IT-Sicherheit zu fördern. Die zweitwichtigste Aufgabe für die Politik aus Sicht der Befragten ist die Förderung des Breitbandausbaus. Den dritten Platz für politische Aufgaben nehmen die Regelungen für den Datenschutz und der Ausbau der Fachkräfteförderung ein.

Weitere Informationen und Studienergebnisse zum „Monitoring Report Wirtschaft DIGITAL 2015“ erhalten Sie hier.

Schreibe einen Kommentar

Newsletter

Adresse

e-dox AG
Maximilianallee 2
04129 Leipzig
Tel: 0341 30 34 59 0
Fax: 0341 30 34 59 99
Website: www.e-dox.ag
Email: leipzig(at)e-dox.ag

So finden Sie uns

twitterlinkedinxingYouTube-social-circle_red_30px