Cloud statt Akte: Stand der Digitalisierung in der Verwaltung

Cloud statt Akte: Digitalisierung in der Verwaltung

Leipzig, 18.10.2017 – Wieder die Digitalisierung und wieder die Bundeskanzlerin. Angela Merkel betont mit jeder Gelegenheit, wie wichtig die digitale Moderne in Deutschland ist. Diesmal erhält sie den Jahresbericht des Normenkontrollrates und legt erneut einen Fokus auf das Thema Digitalisierung für die Zukunft unseres Landes.

Deutschland im Rückstand

Beim Index der EU für digitale Verwaltungsleistungen landet Deutschland leider nur auf Platz 20 von 28, weit hinter Österreich, Estland oder Dänemark. Dieser fällt bisher wohl eher mager aus, denn laut Jahresbericht des Normenkontrollratsin wurden nur Kleinigkeiten umgesetzt, wie beispielsweise das Einführen elektronischer Zahlungsverfahren oder sicheres Versenden wichtiger Dokumente. Deutschland ist auf dem Weg zur Digitalisierung im Rückstand.

Dies erkennt man z.B. deutlich an einem zentralen Thema der letzten Monate, der Flüchtlingskrise. Viele Menschen kamen nach Deutschland, wurden gar nicht oder doppelt registriert, Daten gingen verloren oder waren unvollständig. Viele Behörden mussten untereinander kommunizieren, die technische Komponente spielt dabei eine wesentliche Rolle.

Die Digitale Verwaltung 2020

Richtlinien für die sogenannte Verwaltung der Zukunft wurden bereits im Jahr 2014 festgelegt, was bedeutet, dass es bereits einige Projekte zum Thema gibt.

  • E-Akte: Der Vorreiter für die moderne Arbeit mit Dokumenten in der Verwaltung wird in Bayern bereits von 30.000 Anwendern erfolgreich genutzt.
  • E-Verwaltungsarbeit: Dieses Projekt steckt noch in den Kinderschuhen, aber es gibt bereits Ideen und Gedankenansätze. Basis ist eine zuverlässige Software, die in großem Maße installiert und genutzt werden kann. Kosten müssen bedacht und die Nutzerfreundlichkeit berücksichtigt werden. Vorgeschlagen wird beispielsweise die Erweiterung von Microsoft-Office-Anwendungen, da Nutzer diese gewohnt sind und nicht zwischen mehreren Programmen wechseln müssen, was den Arbeitsfluss stören könnte.

Fazit für die Zukunft

Als Quintessenz lässt sich auf jeden Fall schon jetzt schließen, wir dürfen nicht nur darüber reden oder in der Theorie daran festhalten. Wir müssen handeln und Dinge umsetzen. Am besten schon gestern! Denn die Digitalisierung lässt sich nicht wie manch anderes Thema aufschieben, was bedeutet, dass Bund, Länder und auch die Kommunen sich mit dem Thema akut beschäftigen und Lösungen finden müssen. Denn nur so können Bürger sowie Unternehmen flächendeckend von einem effizienten Zugang zur Verwaltung profitieren.

Hier geht´s zum Jahresbericht des Normenkontrollrats.

Quellen: http://www.fr.de/kultur/netz-tv-kritik-medien/netz/digitalisierung-verwaltung-liebt-das-papier-a-1312514
www.egovernment-computing.de/moderne-verwaltungsarbeit-in-deutschland-a-652042/

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